
Drei Monate war Öl ausgetreten. (Quelle: youtube)
Zwei Jahre nach der verheerenden Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko ist ein ehemaliger BP-Ingenieur verhaftet worden.
Beweismaterial vernichtet
Der Ingenieur Kurt Mix wurde laut CNN News am Dienstag in Texas festgenommen. Er soll absichtlich Beweismaterial vernichtet haben, das von den Behörden angefordert worden war. Dabei geht es offenbar um mehrere hundert sms-Nachrichten auf seinem Telefon, die er während der Katastrophe gesendet und empfangen hatte. Im Oktober 2010 habe er 200 Textnachrichten und im August 2011 noch einmal weitere 100 gelöscht, hieß es. Einige der gelöschten Nachrichten konnten nachträglich rekonstruiert werden. Sie enthielten offenbar detaillierte Informationen über einen der missglückten Versuche, den Austritt des Öls zu stoppen.
Erstes Strafverfahren nach Öl-Katastrophe
Es ist das erste Strafverfahren im Zusammenhang mit der Explosion der Ölplattform. Der Mineralölkonzern will sich zu dem Verfahren nicht äußern, erklärte aber, dass alle Mitarbeiter in so einem Fall verpflichtet sein, alle relevanten Daten aufzubewahren.
Elf Menschen kommen ums Leben
Im April 2010 waren insgesamt etwa 4,9 Millionen Barrel (206 Millionen Gallonen) Rohöl ins Meer geflossen. Die Förderplattform Deepwater Horizon versank – elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Das Öl war fast drei Monate lang ungehindert ausgetreten, bis der Mineralölkonzern BP das Leck schließen konnte.
Diese Aufnahmen der brennenden Plattform Deepwater Horizon machte Airboyd TV am 20. April 2010.
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