
Der Busfahrer hat möglicherweise während der Fahrt eine DVD gewechselt. (c) videozeugen
Der Fahrer des in der Schweiz verunglückten Reisebusses war möglicherweise abgelenkt. Er soll während der Fahrt eine DVD gewechselt haben.
Überlebende berichten
Noch immer ist nicht geklärt, wie es zu dem verheerenden Busunfall in einem Tunnel in der Schweiz kommen konnte. Nun gibt es aber erste Hinweise. Überlebende Schüler berichteten , dass der Fahrer des Busses kurz vor dem Unfall eine DVD wechseln wollte. Das berichtet RP Online unter Berufung auf belgische Medien.
Bus prallt frontal in Nothaltestelle
Die Kinder aus Belgien waren auf der Rückreise von einem Skiurlaub in Val d’Anniviers. In einem Autobahntunnel der A9 im Schweizer Kanton Wallis kommt es dann zu dem verheerenden Unfall. Aus noch ungeklärter Ursache fährt der Reisebus zunächst gegen eine Tunnelwand und prallt dann frontal in eine Nothaltestelle. Unsere Animation stellt den Unfall nach. Wir haben das Video unten verlinkt. In der Schweiz ist nun eine Diskussion über die Beschaffenheit der Nothaltebucht entbrannt. Am Ende der Bucht steht ein Wand frontal zur Fahrtrichtung. In Deutschland müssen Tunnelwände abgeschrägt sein.
Einsatzkräfte schnell vor Ort
28 Insassen des Busses sterben – unter ihnen 22 Kinder und die beiden Busfahrer Weitere 24 Kinder werden zum Teil schwer verletzt in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Die Einsatzkräfte seien sehr schnell vor Ort gewesen, berichtete ein Reporter des Schweizer Rundfunks im laufenden Programm von NDR Info. Ihm zufolge handelt es sich um den schwersten Busunfall im Wallis.
Angehörige werden betreut
Am Donnerstag fand an der Unglücksstelle eine Trauerveranstaltung für die Angehörigen statt. Die verunglückten Kinder kamen aus der Grundschule t’Stekske in Lommel an der niederländischen Grenze. Hier werden Kinder ab dem Alter von zweieinhalb Jahren aufgenommen. Eine weitere Schulklasse kommt von der Sint Lambertus Schule aus Heverlee bei Brüssel.
Diese Animation stellt den Unfallhergang nach. Sie basiert auf dem Wissensstand vom 14. März 2012.
In diesem Tunnel kam es zu dem folgenschweren Unfall. Ein Augenzeuge machte die Aufnahmen im August 2010.
Videozeugen
Ich möchte den Eltern der verunglückten Schulkinder mein vollstes Mitgefühl aussprechen.
Bin selbst Mutter von Kindern in diesem Alter – auch bei uns stehen Schulbusausfahrten in Skigebiete an. Sehr traurig und beängstigen empfinde ich diese Schreckensnachricht.
Meine Gedanken sind bei den Verstorbenen und den Hinterbliebenen – ich bete für Ihre Seele.