
Aktivisten stürmen einen japanischen Walfänger (Quelle: youtube)Sea Shepherd. Nun kletterten sie offenbar im Schutz der Dunkelheit auf ein japanisches Walfänger-Schiff.
Die Aktivisten, die Anfang Januar an Bord eines japanischen Walfänger-Schiffs geklettert waren, sind wieder frei. Sie hatten ein Video von der Aktion veröffentlicht.
Wie die Tierschutzorganisation auf ihrer Internetseite berichtet, sind die drei Aktivisten wohlauf. Demnach übergab die japanische Regierung die Demonstranten an Australien. Die Tierschützer waren in einer dramatischen Aktion an Bord des japanischen Walfängers Shonan Maru2 gelangt. Mit einem kleinen Boot hatten sich die Australier dem Schiff genähert und kletterten in der Dunkelheit auf das mit Stacheldraht geschützte japanische Schiff. Ein Mitglied der japanischen Besatzung steht an Deck, kann aber nicht mehr verhindern, dass die Männer an Bord gelangen. “Go!Go!”, ruft der Fahrer des kleinen Bootes von Sea Shepherd – kaum sind die Drei an Bord, entfernt er sich wieder. Die Aktivisten hatten vom japanischen Kapitän gefordert: „Bringt uns zurück nach Australien und fahrt dann nach Hause!“. Nun werden die drei nach Angaben der Tierschutzorganisation als “Gefangene” an Bord festgehalten.
Australien verweigert Intervention
Die Shonan Maru2 soll zum Zeitpunkt des “Überfalls” in australischem Hoheitsgebiet unterwegs gewesen sein. Dem hatte die australische Generalstaatsanwältin Nicola Roxon widersprochen, wie sea shepherd berichtete. Sie ging demnach davon aus, dass die Aktivisten außerhalb des australischen Hoheitsgebiets auf das japanische Schiff gelangt seien. Daher könne sie nicht intervenieren. Der Kapitän der Sea Shephard hatte die australische Regierung dazu aufgefordert, sich für die Freilassung der Aktivisten einzusetzen. Bei einer ähnlichen Aktion im zurückliegenden Jahr war ein Aktivist von Sea Shepherd ebenfalls auf ein Walfangschiff geklettert. Der Kapitän brachte ihn nach Japan, wo er eine fünfmonatige Gefängnisstrafe absaß.
Tierschützer setzen Drohne ein
Zuletzt hatten die Tierschützer mit dem Einsatz einer Drohne für Aufsehen gesorgt, mit der sie eine japanische Walfangflotte in Fahrtrichtung Antarktis aufgespürt haben wollen. Offenbar ist eines dieser Schiffe nun besetzt worden. Die Japaner behaupten, die Wale für wissenschaftliche Zwecke zu fangen. Das Fleisch der getöteten Wale wird aber laut Telepolis auf dem Markt verkauft und unter anderem zu Tierfutter verarbeitet. Demnach gab die japanische Regierung sogar zu, Gelder, die für Katastrophenhilfe vorgesehen waren, zum Schutz der Walfang-Schiffe einzusetzen.
Spektakuäre Aktionen
Unser erstes verlinktes Video enthält Nachtsichtkamera-Aufnahmen der Aktion. Sie stammen von den Tierschützern. Das zweite verlinkte Video zeigt weitere spektakuläre Protestaktionen von Sea Shepherd – gefilmt von den Walfängern.
Videozeugen
Japan steht schon lange wegen seiner barbarischen Walfangpraxis in der Kritik. Gefangen werden auch Tiere die vom Aussterben bedroht sind wie z.B. Finwale. Finwale sind die zweitgrößten Tiere auf unserem Planeten. Die Begründung für die Jagd ist “wissenschaftliche Forschung”, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass mit dem Fleisch Luxusrestaurants beliefert werden. In Japan geben Feinschmecker für die Delikatesse Walfleisch viel Geld aus.
Die Waljagd ist unnütz und ungerecht. Sobald die Wale von diesen sogenannten “Wissenschaftlern vermessen und gewogen worden sind, gehen die Schlachter ans Werk und die Wale werden zerschnitten und für den Markt verpackt. Es geht nur um Geld und nicht um Forschung.
richtig
Sorry, ich finde die Aktion zwar rechtlich nicht ganz ok, aber dennoch sind die Aktionen durch Japan noch unrichtiger. Aus diesem Grunde finde ich die Aktion gut und richtig. Es gibt keinen aber auch gar keinen Grund weg zu schauen und diese Forschungslügen zu akzeptieren.